Montag Morgen, der Wecker zeigt nicht mal eine 7 vorne und klingelt penetrant. Einmal Snooze noch, das Equivalent zu: „Noch 5 Minuten, Mama.“ Dieses ewig gleiche Spiel machen die meisten von uns ihr ganzes Leben lang. Doch es soll sie geben – Morgenmenschen, die schon vor dem Weckerklingeln aufstehen und fröhlich lächelnd aus dem Bett in die Sportsachen springen und den Tag mit einem intensiven Workout beginnen.

Wir halten das für ein Gerücht. Die meisten Frühsportler sind eher Pragmatiker, denn wie soll man sonst Familie, Freunde, Arbeit und Sport unter einen Hut bekommen. Ein Tag hat schließlich nur 24 Stunden und ein paar davon müssen wir halt auch schlafen. Es gibt natürlich ein paar Tipps, wie man morgens besser und fitter aus dem Bett kommt. Einer davon ist ganz simpel, aber elementar: früher schlafen gehen!

Frühsport als Motivationsbooster

Probiert es aus! Ihr werdet euch wundern, wie sehr ein morgendliches Workout eure Laune beeinflusst. Im Büro anzukommen und zu wissen, dass man schon morgens, vor allen anderen, etwas geleistet hat ist einfach großartig. Ein Hochgefühl, das Kraft für die Aufgaben des Alltags verleiht. Das hört sich übertrieben an, ist es aber nicht. Und wer diszipliniert Frühsport in den wöchentlichen Rhythmus integriert wird merken, dass sich der Körper ganz schnell auf die frühe Aktivität einstellt und ganz plötzlich beginnt die Snooze-Taste Staub anzusetzen und man ist selbst einer dieser fröhlichen Morgenmenschen. Es geht dabei vor allem darum, die Innere Uhr neu zu kalibrieren. Sonnenlicht hat großen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt und wenn wir uns regelmäßig den ersten Sonnenstrahlen aussetzen, hat das Auswirkungen auf unseren Melatonin-Haushalt. Das funktioniert zwar auch, wenn wir morgens einen frühen Spaziergang machen, aber mit dem befriedigenden Gefühl eines guten Workouts kommt ein weiterer positiver Effekt dazu.

Zeit spielt in unserem Leben immer eine wichtige Rolle. „Keine Zeit“ ist eine gerne genommene Ausrede, warum wir momentan keinen Sport treiben können. Sorry, aber es ist und bleibt eine Ausrede. Niemand ist so beschäftigt, dass er nicht irgendwo eine halbe Stunde für ein Workout freimachen könnte. Das ist auch die optimale Zeitspanne für das morgendliche Workout. So zwischen 30 und 45 Minuten sind perfekt. Längere Einheiten solltet ihr auf den Nachmittag oder Abend legen. Es geht auch um Organisation. Training am Morgen spart Zeit. Zweimal Snooze gedrückt und schon hat man das halbe Workout weggedöst. Und außerdem kann man die morgendliche Dusche doppelt nutzen.

Laufen oder Krafttraining

Im Prinzip ist es egal, ob ihr Ausdauer oder Kraft am Morgen trainiert. Der Körper reagiert auf beide Varianten positiv. Allerdings könnt ihr eine Besonderheit eures Hormonhaushalts ausnutzen. Denn morgens ist der Testosteronlevel naturgemäß erhöht und das fördert den Muskelwachstum. Dazu müsst ihr aber auch hart, also intensiv trainieren. Laufen oder Radfahren macht ebenfalls Sinn, denn es führt zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme und das gibt euch einen wahren Energieboost, als hättet ihr im Sauerstoffzelt geschlafen.

Es ist also prinzipiell egal, ob ihr mit einem Kraft- oder einem Ausdauer-Workout in den Tag startet. Hauptsache ist, dass ihr das frühe Training genießen lernt. Und das frühe Training hat einen weiteren Vorteil – ihr macht einen neuen Trainings-Slot frei. Die Zeiten, an denen ihr sonst nachmittags, oder abends trainiert habt, werden frei für andere Aktivitäten: ein ausgedehntes, selbstgekochtes Essen, Zeit mit FreundIn/Familie, oder eben noch ein Workout. Es spricht rein gar nichts gegen zwei Einheiten am Tag.

Zu einer Quälerei sollte Frühsport allerdings nicht werden. Einen positiven Effekt erreicht ihr nur, wenn ihr die Einheiten auch genießt. Gegen die innere Uhr zu arbeiten ist sogar kontraproduktiv. Aber das bedeutet nicht, dass ihr einfach aufgeben sollt. Wie gesagt, es bedarf einer gewissen Eingewöhnungsphase, die innere Uhr neu auszurichten. Beginnt mit einem Tag in der Woche und steigert euch langsam. Habt Spaß daran, das Wetter zu beobachten und mitzubekommen, wie sich die Jahreszeiten auf die Natur in eurer Umgebung auswirken.

Habt Spaß, werdet aktiver, fitter und fröhlicher! Das ist #schnellfit!

 

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  1. Hi, ich trainiere auch immer sehr gerne morgens. Irgendwie ist man danach besser drauf und hat schon etwas von seiner ToDo-Liste abgehakt. Gruß Micha